Reclay als verlässlicher Partner für Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa

Anlässlich verschiedener Berichterstattungen rund um Reclay im Zusammenhang mit dem Wechsel des Entsorgungsdienstleister im Landkreis Mühldorf in Bayern veröffentlichen wir den heutigen Klartext.

Innerhalb unserer Unternehmensgruppe verantworten wir den Betrieb einer Vielzahl verschiedener Systeme zur Sammlung und Verwertung gebrauchter Verpackungen in ganz Europa.

Mehr als 15 Mio. Menschen profitieren europaweit von Reclay als Ausschreibungsführer

Als Ausschreibungsführer sind wir in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Österreich oder der Slowakei für insgesamt mehr als 15 Mio. Bürgerinnen und Bürger unmittelbar für die Organisation der haushaltsnahen Abholung der Verpackungsabfälle verantwortlich. Dies betrachten wir als Teil unseres Kerngeschäftes, in dem wir unsere langjährige und internationale Expertise tagtäglich unter Beweis stellen.

Im Rahmen unserer Verantwortung setzen wir uns für fairen Wettbewerb entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein. Am Beispiel von Deutschland betrachtet, erfolgt die Vergabe an das zuständige Entsorgungsunternehmen für die jeweiligen Regionen in einem transparenten und regulierten Ausschreibungsverfahren. Als Ausschreibungsführer wird uns hier ausschließlich das preislich beste Angebot zur Prüfung übermittelt. Verlaufen die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfroutinen bei diesem Anbieter anschließend positiv, sind wir nach dem deutschen Verpackungsgesetz dazu verpflichtet, den Zuschlag zu erteilen – diesen Prozess unterstützen wir!

Fairer Wettbewerb ist immer im Interesse von Verbraucherinnen und Verbrauchern

Denn dieser Prozess ist eines der Vehikel, die den aus unserer Sicht so wichtigen Wettbewerb fördern. Fairer Wettbewerb und transparente Preispolitik liegen in diesem Zusammenhang immer auch im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine Erhöhung der Entsorgungskosten muss letztlich von den Unternehmen aus Industrie und Handel getragen werden, was sich wiederum in den Produktpreisen widerspiegelt. Unter mangelndem Wettbewerb würden am Ende also diejenigen leiden, die in den Supermärkten überteuerte Produkte kaufen müssen.

In den vergangenen Monaten waren im Landkreis Mühldorf die erforderlichen Rahmenbedingungen für fairen Wettbewerb aus unserer Sicht nicht gegeben. Zu Beginn des Jahres wurde hier gemäß der Ausschreibungsvorgaben ein neuer Entsorgungsdienstleister eingesetzt. Wir haben diesen über den gesamten Zeitraum sehr eng begleitet, um trotz aller Herausforderung – wie u. a. der üblichen Eingewöhnungsphase an das neue Gebiet, erschwerte Witterungsbedingungen und einem sehr hohen Abfallaufkommen zum Jahreswechsel – einen ordnungsgemäßen Ablauf zu ermöglichen.

Stimmungsmache und sinnloser Druck in Mühldorf

Das zuständige Landratsamt in Mühldorf hat sich allerdings von Beginn des Dienstleisterwechsels an wenig kooperativ gezeigt, sondern uns und dem zuständigen Entsorgungsdienstleister die Arbeit viel mehr erschwert. Mit Aussagen, die teilweise jeder faktischen Grundlage entbehrten, wurde uns in den Regionalmedien schnell die Hauptschuld für die Unregelmäßigkeiten in der Abholung der Gelben Säcke zugeschoben und unser Unternehmen massiv unter Druck gesetzt.

In unserer Wahrnehmung wurde hier aktiv Stimmungsmache gegen uns als Ausschreibungsführer und gegen den verantwortlichen Entsorgungsdienstleister betrieben. Dies war zu keiner Zeit sinnvoll oder angebracht, da wir uns ohnehin täglich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis für eine Lösung der Situation eingesetzt haben.

Letztlich haben wir aus eigener Initiative und keinesfalls als Reaktion auf eine Mahnung des Landratsamtes einen Wechsel des Entsorgungsdienstleisters veranlasst. Ein solcher Wechsel ist aus kartellrechtlichen Gründen ebenfalls streng reguliert und daher schlichtweg nicht von einem auf den anderen Tag umzusetzen.

Transparenter Wettbewerb ist für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft notwendig

Wie auch in allen weiteren Regionen, in denen wir als Ausschreibungsführer Verantwortung übernehmen, werden wir uns im Landkreis Mühldorf weiterhin für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen einsetzen. Wir gehen davon aus, dass dieser ordnungsgemäße Ablauf durch den Dienstleisterwechsel sichergestellt werden kann. Rückblickend sind wir enttäuscht vom Verhalten des Landratsamtes und von der einseitigen Berichterstattung der Regionalmedien.

Für die Zukunft wünschen wir uns einen faireren Umgang miteinander im gemeinsamen Vorhaben, eine Kreislaufwirtschaft und die Verwertung wichtiger Ressourcen im Rahmen eines transparenten Wettbewerbs zu ermöglichen.