Durchbruch für ÖPG-Pfandsystemgesellschaft

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Die österreichsche Pfandsystemgesellschaft (ÖPG), die zum Konzern der Raan Gruppe zählt, ist davon überzeugt, dass das Einwegpfandsystem die Kreislaufwirtschaft in Österreich revolutionieren wird. Den heutige Beschluss im österreichischen Ministerrat zur Einführung eines Einwegpfandsystems ab 2025 bezeichnet die ÖPG darum als Meilenstein in der österreichischen Umweltpolitik.

„Nach fast zwei Jahren überzeugtem Einsatz ist uns gelungen, die meisten Entscheidungsträger mit an Bord zu holen“, freut sich ÖPG-Geschäftsführer Christian Abl und appelliert, die Rücknahmemöglichkeiten des künftigen Einwegpfand-Modells nicht nur auf Automaten im Handel zu beschränken.

Die heute beschlossene Novelle des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist für die ÖPG Pfandsystemgesellschaft der krönende Abschluss einer anderthalbjährigen intensiven Diskussion, die im Juni 2020 mit dem ersten Runden Tisch im Klimaschutzministerium gestartet wurde. „Dass wir gemeinsam so viele anfangs kritische Wegbegleiter in einem konstruktiven Dialog dazu bewegen konnten, ihre ablehnende Haltung gegen ein Pfand auf Einweggetränkeverpackungen abzulegen, ist ein großer Verdienst unserer Expertinnen und Experten, aber auch ein kräftiger Impuls für die weitere Entwicklung einer modernen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, von der alle profitieren werden – Verpackungshersteller, Getränkeproduzenten, der Handel, aber vor allem die Konsumentinnen und Konsumenten“, sagt der ÖPG-Geschäftsführer.

Startschuss für modernes Recyclingkonzept

„Was auf den ersten Blick als notwendige systemische Lösung für Getränkeverpackungen aussieht, ist in Wahrheit eine Revolution in der österreichischen Kreislaufwirtschaft. Ein Einwegpfandsystem ist zugleich der Startschuss für ein modernes Recyclingkonzept für alle Verpackungen in Österreich – nur so können wir die EU-Kreislaufwirtschaftsziele konsequent erreichen und den ökologischen Ansprüchen einer modernen europäischen Gesellschaft gerecht werden“, ist Abl überzeugt.

Derzeit werden in Österreich nur rund 70 Prozent aller Einweggetränkeverpackungen gesammelt. In den europäischen Ländern mit einem Einwegpfandsystem beträgt die Sammelquote hingegen durchschnittlich 91 Prozent. Zehn europäische Länder (Norwegen, Island, Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande, Estland, Litauen, Deutschland, Kroatien) betreiben bereits Einwegpfand-Systeme, heuer werden sie auch in Malta und in Schottland in Betrieb genommen.

Pfandsystem nicht auf Handel beschränken

Ein funktionierendes Einwegpfandsystem schont die Umwelt und bringt deutliche Einsparungspotenziale für die Wirtschaft, indem die wertvollen Rohstoffe für die Produktion von Flaschen und Dosen im Kreislauf bleiben und nicht laufend teuer angeschafft bzw. aus dem Ausland importiert werden müssen. „Österreich muss sicherstellen, dass ein künftiges Pfandmodell Vorteile für alle bringt. Aus diesem Grund müssen wir Pfandautomaten mit digitalen Lösungen kombinieren. So gewährleisten wir, dass etwa kleinere Händler und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger flächendeckend von diesem System profitieren können. Ein Einwegpfandmodell darf also keinesfalls nur auf den Handel beschränkt werden, sondern muss auch in anderen öffentlichen Räumen und bei Veranstaltungen ausgerollt werden. Die ÖPG hat bereits konkrete Umsetzungsvorschläge dazu erarbeitet“, erklärt Abl.

Bewusstsein für Recycling schaffen

Dem ÖPG-Geschäftsführer zufolge muss Österreich die Zeit bis 2025 nutzen, um neben der Entwicklung einer effizienten Pfandsystemlösung auch die Bevölkerung über das richtige Sammel- und Recycling-Verhalten aufzuklären. „Wir müssen uns bewusst sein, dass in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft jede PET-Flasche oder Aludose wertvoll ist. Dieser Wert ist nicht nur monetär, sondern vor allem ökologisch, denn möglichst viele Getränkeverpackungen in die Kreislaufwirtschaft zu bringen, schont unsere Umwelt nachhaltig und fördert einen sparsameren Umgang mit wertvollen Ressourcen“, so Abl abschließend.

Dank der umfangreichen Expertise und des internationalen Netzwerks der ÖPG Pfandsystemgesellschaft sieht Abl zudem die Möglichkeit, mit dem österreichischen Einwegpfandsystem ein Vorbild für weitere Länder zu schaffen.

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